Texte mit Strategie | Anne Hofmann

Du würdest deine Wohnung nicht mit jedem Gerümpel vollstellen.

Deine Website aber schon?

 

Ein Absatz hier, ein Zertifikat dort, noch ein Satz zur Firmengeschichte, weil der ja auch irgendwie wichtig ist. Am Ende steht eine Seite, auf der man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht. Website entrümpeln heißt nicht, Inhalte zu löschen. Es heißt, ihnen den richtigen Platz zu geben.

Warum landet so viel Unnötiges auf Websites?

Du kennst dein Thema in- und auswendig. Jedes Detail hast du im Kopf. Deshalb fällt es schwer zu unterscheiden, was davon wirklich zählt und was nicht.

Du sitzt vor deiner eigenen Website und denkst, hier fehlt doch noch dieser eine wichtige Punkt. Und noch einer. Und noch einer.

Dazu kommt, dass Websites selten an einem Stück entstehen. Sie wachsen über Jahre, werden immer wieder überarbeitet und ergänzt. Neue Inhalte treffen auf alte, oft in einem anderen Ton geschrieben. Eingefügt wird schnell, entrümpelt dagegen kaum.

Kommt dir irgendwie bekannt vor? Genauso ist es ja auch mit dem heimischen Keller oder dem Kleiderschrank. Aussortieren fällt schwer, weil einem selbst alles lieb und teuer ist. Bei meinen Kundenprojekten fühle ich mich deshalb manchmal tatsächlich wie ein kleines Entrümpelungsunternehmen, nur eben für Websites statt für Wohnungen.

Ich verstehe dich dabei sehr gut. Unter uns gesagt, für meine eigenen Themen engagiere ich selbst eine andere Entrümpelungsfirma. Auch ich stecke zu tief im eigenen Thema. Der Blick von außen ist einfach wertvoll, auch für mich.

Und auch, wenn sich deine eigene Website stimmig und vollständig anfühlt, deine Besucher sehen das manchmal anders. Nicht jede Website hat dieses Problem, aber viele, ohne dass es den Betreibern bewusst ist.

Deine Besucher haben wenig Zeit und noch weniger Geduld. Finden sie nicht schnell, wonach sie suchen, klicken sie weiter.

Was gehört wirklich auf eine Website?

Die Frage, die ich mir bei jedem Projekt stelle, ist deshalb nie „Was könnte noch rein?“. Sondern, was hilft dieser Person gerade wirklich bei ihrer Entscheidung?

Gehört das auf die Startseite, wo es nur um den ersten Eindruck geht? Oder eher auf die Angebotsseite, wo mehr Tiefe erlaubt ist? Belegt es tatsächlich Kompetenz, oder klingt es nur danach? Nimmt es eine echte Sorge vorweg, die jemand vor der Anfrage hat? Oder ist es am Ende einfach überflüssig, egal wie viel Mühe darin steckt?

Heißt weniger Text nicht auch weniger Information?

Eine berechtigte Sorge, aber nein, nicht zwangsläufig. Weglassen heißt nicht, dass Informationen verschwinden. Es heißt, dass sie an die richtige Stelle wandern. Was auf der Startseite zu viel ist, kann auf der Angebotsseite richtig sein.

Was hat das mit KI-Suchsystemen zu tun?

Auch ChatGPT, Google AI Overviews und andere KI-Suchsysteme bevorzugen klare, fokussierte Inhalte. Seiten, die ein Thema eindeutig und ohne Umwege abdecken, werden häufiger zitiert als Seiten, die viele verschiedene Aussagen auf einmal unterbringen wollen. Entrümpeln hilft also nicht nur deinen menschlichen Besuchern, sondern auch deiner Sichtbarkeit in der KI-Suche.

Was passiert, wenn niemand entscheidet, was bleibt?

Bei einem Projekt habe ich erlebt, wie es aussieht, wenn genau das fehlt. Marketingabteilung und Projektleitung konnten sich auf keine gemeinsame Linie einigen, jede Abstimmungsrunde brachte neue Wünsche statt Klarheit. Am Ende stand ein bunter Mix aus allem, was irgendjemandem wichtig war, und gewonnen hat damit niemand, am wenigsten die Besucher der Seite.

Kennst du solche Abstimmungsrunden? Dann weißt du, wie viel Energie darin verloren geht, ohne dass am Ende irgendwas klarer wird. Deshalb starte ich jedes Projekt mit einer Zielgruppenanalyse und einem Fragebogen zur Markenklärung, bevor der erste Satz entsteht. Das bringt diese Fragen früh auf den Tisch, statt sie erst mitten im Projekt zu klären.

Diese Auswahl ist die eigentliche Arbeit. Nicht das Formulieren hübscher Sätze, sondern das Entscheiden, was eine Seite überhaupt benötigt, und was besser rausfliegt. Danach erst kommt die Reihenfolge, und ganz am Schluss die Formulierung selbst.

Das Ergebnis ist eine Website, auf der Besucher sofort finden, wonach sie suchen, und schon wissen, worum es geht, bevor sie sich bei dir melden. Das ist mein Ziel bei jedem Projekt, egal ob für Unternehmen oder Selbstständige.

Du musst dafür nicht gleich ein ganzes Projekt starten. Mit meinem kostenlosen Website-Text-Check bekommst du eine erste, ehrliche Einschätzung, was auf deiner Seite bleiben sollte und was eher nicht.

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FAQ – Häufige Fragen

Wie viel Text gehört auf meine Startseite?

Weniger, als du denkst. Deine Startseite soll Orientierung geben, nicht alles auf einmal erklären. Details und Tiefe gehören auf die jeweiligen Unterseiten.

Woran erkenne ich, dass meine Website zu viel Text hat?

Ein gutes Zeichen: Besucher kommen mit Fragen bei dir an, die eigentlich schon beantwortet sein sollten. Oder du selbst findest beim Durchlesen nicht sofort die wichtigsten Punkte. Beides spricht dafür, dass Wichtiges in zu vielen Worten untergeht.

Muss ich meine ganze Website neu schreiben, um zu entrümpeln?

Nein, nicht zwingend. Oft reicht es, einzelne Seiten gezielt zu überarbeiten. Welche Seiten das sind, lässt sich am besten in einem kurzen Gespräch klären.

Was ist der Unterschied zwischen Startseite und Angebotsseite?

Die Startseite gibt den ersten Eindruck und die grobe Richtung vor. Die Angebotsseite darf tiefer gehen: Details zu deinen Leistungen, deiner Vorgehensweise und dem, was Interessierte vor einer Anfrage wissen wollen.

Wie oft sollte ich meine Website-Inhalte überprüfen?

Einmal im Jahr ist ein guter Rhythmus, vor allem für Startseite, Angebotsseite und Preise. Ändert sich dein Angebot oder deine Zielgruppe deutlicher, lohnt sich ein Blick auch früher.

Was, wenn ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll?

Dafür gibt es meinen kostenlosen Website-Text-Check. Oder du schreibst mir eine kurze Nachricht, und wir schauen in einem unverbindlichen Erstgespräch gemeinsam darauf. Hier geht’s zu meinem Kontaktformular.